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Das Gedankenschränkchen: Wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen

GEDANKENSCHRÄNKCHEN:

Was darf man sich darunter vorstellen? Nun, ich liebe es, in Bildern zu erklären.

 

 

 

 

Daher nun das "Gedankenschränkchen" :-)

Stellen Sie sich bitte vor, Ihr Gehirn ist der Schrank Ihrer Gedanken und Erfahrungen und so die Grundlage Ihres Lebens. Ohne Erfahrungen und deren Speicherung, würden Sie noch heute auf die heiße Herdplatte fassen und zwar wieder und wieder, bis die Hand abfällt!

 

Unsere Gedanken sind also ziemlich wichtig und die Speicherung der Ereignisse erst recht.
So legen Sie größere und kleinere Kästchen an.
Jedes Mal, wenn eine ähnliche Situation wiederkommt, nennen wir sie "die Herdplattensituation", entscheiden Sie sich, entweder noch einmal zu "versuchen" die Platte anzufassen und sich einen bösen Schmerz zuzuziehen oder sie stürmen sinnbildlich zu ihrem Schrank, öffnen das Kästchen "Achtung heiße Herdplatte" und zehren noch aus den Erinnerungen an den Schmerz, lassen also im wahrsten Sinne des Wortes die Finder davon!!!


Je größer also der Schmerz, desto weniger gerne, wollen Sie diese Erfahrung noch einmal aufs Neue machen.
Was geschieht dabei aber?
Unser Gehirn ist einfach "nur" (verzeih du schlaue Einrichtung der Natur) eine Speicherstelle zur Erhaltung unseres Lebens. Es unterscheidet nicht zwischen körperlichen oder seelischen Schmerzen. Schmerz ist Schmerz und das ist auf keinen Fall ein Zustand, der gerne gefühlt wird.
Von den Masochisten lasse ich mir diese kleine Weisheit an dieser Stelle nicht ins Wanken bringen :-), denn auch Sie könnten in diesem Artikel noch ein "Schubkästchen" finden, dass da heißen kann, "wenn Schmerz zur Freude" wird.


Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass Sie zwar ein Gehirn haben und dieses Gehirn auch seine Arbeit stoisch ausführt, aber Sie einen Einfluss darauf haben, welches Schubkästchen aufgezogen wird.
Ach echt?!?!?
JAAAAA!!!!!
Schon in dem Moment, im dem Sie - nun wissender durch diesen Artikel- in eine Situation geraten, egal welche: Jemand guckt komisch, jemand ist gereizt und könnte Sie mit seiner Laune anstecken, jemand hat sie versetzt oder meldet sich nicht, jemand raucht auf dem U-Bahnhof, obwohl es doch verboten ist und es steigt Ärger auf.... etc. pp.  


Jedes Mal dann -lade ich Sie ein-, sich ihren großen Gedankenschrank vorzustellen. Sie stellen sich vor, wie ihr Gehirn oder Sie zum Kästchen der Erinnerungen huschen und gerade zugreifen möchten, um den energiesparenden Mechanismus in Gang zu setzen, da kommt ihre sinnbildliche Hand und hält das Kästchen zu - oder bringt gleich ein fettes Vorhängeschloss an.
Mannnoooo!!!
Was tun Sie jetzt?
Sie können nicht auf alt Hergebrachtes zurückgreifen!!!


Sie geben Ihrer Maschinerie nicht die Möglichkeit, die Vergangenheit erneut aufleben zu lassen, sondern Sie gucken sie sich einfach nur an.
Ah ja, da hat jetzt also jemand schlechte Laune!
Der hat also in sich ein Kästchen geöffnet und das Programm: „Schlechte Laune“ ablaufen lassen.
Aber muss ich deshalb mein Kästchen: "Ich lasse mich davon anstecken" aufziehen"?
Nein, muss ich nicht!
Noch besser wäre, sie gehen garnicht erst in den inneren Dialog, sondern lassen einfach nur die Bilder sprechen. Stellen Sie sich das Kästchen vor, sowie der leichte Anflug des Gefühls kommt, denn das ist der Augenblick, in dem der kleine Gehirnhelfer zum Kästchen rennt und es öffnen möchte.
Genau da kommt ihre weise, milde Hand und hält das Kästchen zu.
Der kleine Gedankenbote steht davor, ist völlig irritiert, zuppelt ein paar Mal am Kästchen und dreht sich um, um zum "Boss" zu gehen und ihm mitzuteilen, dass da irgendwas mit dem Ziehmechanismus nicht funktioniert.
Was bleibt dem Boss da anders übrig, als schnellstmöglich ein neues Kästchen zu erschaffen, das da heißt: "Wenn der sich ärgernt, ist mir das egal, denn es ist nicht mein Ärger".

Solche Kästchen sind natürlich wesentlich kleiner, weil sie nicht viel mit Schmerz und somit mit "Verstärung" zu tun haben, denn Verstärkungen machen Kästchen größer. Aber auch Freude dient als Verstärker.
Und so wird in jenem Beispiel die Freude darüber, dass der Ärger ausblieb, die Belohnung sein, dass jenes Kästchen gerne häufiger geöffnet werden wird.

Das Gehirn ist prinzipiell gefühllos. Es arbeitet wie ein U(h)rwerk und geht hier nach logischen Gesichtspunkten vor- ähnlich wie ein Computer- mit Nullen und Einsen.
Dennoch gibt es einen Zusammenhang, denn Schmerz ist ein Gefühl! Trauer ist ein Gefühl! Freude ist ein Gefühl!
Von chemischen Zusammenhängen möchte ich hier gar nicht anfangen zu schreiben und dennoch ist die Speicherung von Situationen eine komplexe Sache.
Wenn Sie also - je nach Intensität des Schmerzes- erneut in Situationen kommen, nennen wir sie dieses Mal:

„Die Nichtbeachtung“ in einer alltäglichen Situation, dann entpuppt sich unser Gehirn zu einem sehr effektiven Energiesparer, denn es ist nicht bereit - jetzt schoooon wiiiieeeder ein neues Kästchen anzulegen, immerhin will es seinen guten Ruf nicht verlieren, als die bisher weltbeste Datenbank!!
Es arbeitet also so, dass es in Sekunden von Bruchteilen entscheidet, welches Kästchen am besten zur gegebenen Situation passt, zieht es auf, packt die Situation rein und schiebt es zu. Kontaktstelle verknüpft mit Ausführungsstelle- und BUM....
Wie kleine Marionetten führen wir die Handlungen aus, die einst erlernt wurden.
Wir hinterfragen nicht, wir sind ja genauso faul- HÄTTEN ABER!!! einen Einfluss auf unseren Denkapparat!


Und nun das aller spannendste, aber auch schwierigste.
Sie haben jetzt in ihrem Gedankenschränkchen ein recht stabiles "altes" Kästchen (Eiche), also jenes, dass sich vom Ärger anderer anstecken lässt und das Sie gut kennen
und Sie haben (ganz neu kreiiert) ein zartes, neu erbautes. Eines aus dünner Pappe.

Hier sind Sie gefragt und das ist auch der Teil, der Ihre Mithilfe erfordert! Hier tragen Sie für sich selbst und Ihr Wachstum die Verantwortung. An dieser Stelle entscheiden Sie selbst über Ihren Lebensweg, über den Zustand, in dem sie zukünftig weiterleben wollen!
Öffne ich das neue Kästchen und halte das alte so lange zu, bis das neue kräftig genug ist oder lasse ich aus dem sehr stabilen Holzkasten eine Stahlschublade werden?

Noch ein kleiner archivierender Hinweis am Rande:
Die alten Holzkästchen, die durch neue erstetzt wurden, werden in eine Kammer des Vergessens geschoben. Sie sind dort abgelegt, um Platz zu schaffen für die neuen, aber sie werden nie ganz vernichtet. Manchmal kommen Sie hoch im Traum oder in extremen Situationen und das ist völlig OK. Sie hatten einst einen Sinn und bitten darum, nicht vergessen zu werden oder die Entscheidung, ob Sie in jenem Leben alte Erinnerungen stets erneut leben oder neue erschaffen, das ist alleine Ihre Entscheidung.
Die Möglichkeit neue zu kreieren, besteht und das ist einfach großartig.



Es würde mich freuen, wenn ich Ihnen mit meinen geliebten Bildern ein wenig behilflich sein konnte und sollten Sie noch Fragen haben oder Ihnen danach sein, einmal gemeinsam an den Kästchen zu arbeiten, die Ihr Gedankenschränkchen so angelegt hat, dann würde ich mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren.
Herzliche Grüße
Elke Paland

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